Sunnmatt und die Julius und Maria Hausammann-Schmidt-Stiftung
Das Stifterehepaar Julius (1881-1955) und Maria (1883-1962) Hausammann-Schmidt war der Gemeinde Männedorf zeitlebens verbunden. Julius Hausammann, ein eingesessener Männedörfler, studierte Bauingenieur. Unter seiner Leitung wurde unter anderem der Grimselstaudamm errichtet. Für seine Leistungen wurde er später von der ETH Zürich mit dem Dr. Ing. honoris causa geehrt.
1909 heiratete er die aus Malans GR stammende Maria Schmidt. Das einzige Kind Erika wurde 1919 geboren und musste im Jahre 1945 nach den Kriegswirren für verschollen erklärt werden. Da das Stifterehepaar ohne Nachkommen blieb, beschloss es 1950 durch Erbvertrag, einen wesentlichen Teil seines Vermögens einer gemeinnützigen Stiftung zu vermachen. Nach dem Tod von Maria Hausammann-Schmidt wurde am 12. Juli 1963 der letzte Wille vollstreckt und die Julius und Maria Hausammann-Schmidt-Stiftung errichtet. Erklärter Stiftungszweck ist es, auf dem Liegenschaftenbesitz des Stifterehepaares in Männedorf ein Altersheim für vorzugsweise Männedörfler einzurichten und zu betreiben. Gemäss Stiftungsurkunde soll sich der Stiftungsrat aus drei Personen konstituieren, nämlich aus einem vom Gemeinderat Männedorf bezeichneten Vertreter, einem höheren Bankbeamten und einem zürcherischen Rechtsanwalt.
Am 1. Februar 1965 konnte das ehemalige Wohnhaus des Stifterehepaares als Altersheim bezogen werden. Am 16. April 1980 beschloss der damalige Stiftungsrat, auf dem zum Stiftungsvermögen gehörenden Grundstück gegenüber dem bestehenden Gebäude ein neues Altersheim zu projektieren. Am 29. Juni 1984 erfolgte der erste Spatenstich, und am 15. Juli 1986 bezogen bereits die ersten Pensionäre die neue Sunnmatt.